Gerettet, und doch elend

David Wilkerson

Denken Sie einmal an jenen atemberaubenden Moment, als Israel sicher auf der anderen Seite des Roten Meeres stand. Zu Tausenden säumte Gottes Volk das Ufer und sah, wie ein unfassbares Geschehen sich vor ihren Augen abspielte. Die rauschenden Wasser des Roten Meeres brachen über dem großen Heer des Pharaos zusammen!

Es muss ein unglaublicher Moment gewesen sein – mit Ehrfurcht weckenden Bildern und Geräuschen. Pferde wieherten, Soldaten schrien, Wagenräder flogen in alle Richtungen, Männer schnappten nach Luft und versanken in den Fluten.

Eine Zeit zu weinen und eine Zeit zu kämpfen

David Wilkerson

Beim Lesen des Alten Testaments merke ich, wie sehr mein Glaube durch das Beispiel von David ermutigt wird. Ein schlimmes Unglück traf diesen Mann, sodass sogar sein Leben bedroht wurde – und das durch Menschen, die ihm am nächsten standen. Mich bewegt, mit welcher Entschlossenheit David mitten in dieser angefochtenen Zeit danach suchte, ein Wort von Gott zu erhalten.

Das Angesicht Gottes suchen

In Psalm 27 fleht David in einem dringenden, intensiven Gebet Gott an. Er bittet inständig in Vers 7: „Höre, HERR, mit meiner Stimme rufe ich: sei mir gnädig und erhöre mich!“ Sein Gebet ist auf den einen Wunsch konzentriert, das eine Bestreben, auf etwas, das alles verzehrend für ihn geworden ist: „Eins habe ich vom HERRN erbeten, danach trachte ich“ (27,4).

Der Dienst, sein Angesicht zu schauen

Jeder Christ ist zum Dienst berufen. Die Bibel macht das ganz klar. Paulus schreibt, dass „wir [alle] diesen Dienst haben“ (2. Korinther 4,1).

Doch die Vorstellung der meisten Christen vom Dienst heute ist nicht sehr biblisch. Wir sehen den Dienst oft als etwas, das nur von ordinierten Pastoren und Missionaren getan wird. Wir denken an Geistliche als Seminar-Absolventen, die Leute trauen oder beerdigen, Gemeinden bauen, Anbetungstreffen leiten und Lehre vermitteln. Wir betrachten sie als geistliche Ärzte, die die Wunden der Kranken und Verletzten heilen sollen.

Eine Wohnung Gottes

„In dem ihr auch zusammen aufgebaut werdet zu einer Wohnung Gottes durch den Geist“ (Epheser 2,22; a. d. englischen King James Version). Eine Wohnung ist ein Verweilort. Das griechische Wort für „Wohnung“ in diesem Vers bedeutet „ein ständiger Wohnsitz“.

Wer erzählte Ihnen, Sie seien unwürdig?

Wer erzählte Ihnen, Sie seien unwürdig – zu nichts gut, nutzlos, unbrauchbar für Gott? Wer erinnert Sie immer daran, dass Sie schwach, hilflos, ein totaler Fehlschlag sind? Wer erzählte Ihnen, dass Sie niemals Gottes Maßstab entsprechen werden?

Wir alle wissen, woher diese Stimme kommt: Es ist der Teufel selbst! Er ist derjenige, der Sie davon überzeugt sein lässt, dass Gott zornig auf Sie ist. Sie hören seine Lügen den ganzen Tag – und sie kommen geradewegs aus den Abgründen der Hölle!

Ergreifen Sie Ihre "Gottesgeschichte"

Viele Christen ringen gerade jetzt mit den größten Hindernissen ihres Lebens. In meiner eigenen Gemeinde stehen Menschen vor Bergen die unüberwindbar scheinen. Sie müssen mit Arbeitslosigkeit fertig werden, Rechnungen häufen sich an, Zukunftsnöte stürmen auf sie ein. Ehen stehen unter Stress, die Lieben sind krank, der Glaube der Kinder gerät ins Wanken.

Untadelig vor dem Thron Gottes

Diese sind aus den Menschen als Erstlingsfrucht für Gott und das Lamm erkauft worden. Und in ihrem Mund wurde kein Falsch gefunden; sie sind untadelig vor dem Thron Gottes“ (Offenbarung 14,4-5).

Meine Frau und ich hatten ein Essen mit einer Freundin der Familie, einer Frau, die wir seit langem kennen. Plötzlich, mitten während der Mahlzeit, fing unsere Freundin an, die Art von Gedanken zu äußern, wie ich sie überall im Land von Christen gehört habe. Sie sagte zu uns: