„HERR, GIB MIR GLAUBE”

David Wilkerson

Als Jaïrus, der Vorsteher der Synagoge, hörte, daß seine geliebte Tochter gestorben war, stand er vor der letzten Prüfung seines Glaubens gegenüber. Er war dazu gezwungen, den Tod direkt ins Gesicht zu sehen. Stelle du dich das Chaos und die Verwirrung in seinem Haus vor, als er und Jesus ankamen. Ich sehe die Frau von Jaïrus, die in seine Arme zusammenbricht und weinte: „Wo warst du? Es ist zu spät. Unsere wunderschöne Tochter ist gestorben!“

Wie der Brauch an diesem Tag war, weinten bezahlten professionellen Weinende und lärmten an der Szene. Doch als Jesus alles sah, sprach Er dem Getümmel, „Was lärmt und weint ihr? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schläft“ (Markus 5:39). Wie reagierten sie? „Sie lachten ihn aus” (Markus 5:40).

Geliebte, diese Szene zeigt uns, was der Herr von uns allen fordert. Wir gehen direkt zu den Platz unserer Verwirrung, voll vom Tod, Schrecken und Spott, der uns schaut und sollten wir trotzdem diesem Wort gehorchen: „Fürchte dich nicht, nur glaube!“

Wir wissen nicht, ob der Glaube von Jaïrus stark war oder ob sein Herz vor Angst zerstört wurde. Wir wissen nur, dass alle sich darüber erstaunt waren, was als nächstes passierte. Jesus nahm das tote Mädchen bei der Hand und sagte: Mädchen, ich sage dir, steh auf!  Und sogleich stand das Mädchen auf und ging umher“ (Markus 5:41-42).

Wir müssen uns immer wieder an die Worte Jesu erinnern, trotz der Hoffnungslosigkeit und des Todes, wenn alle Möglichkeiten vorbei sind und nichts getan werden kann: „Fürchte dich nicht. Glaube nur.“ Du darfst doch sagen: „Aber wenn ich traurig bin, habe ich keine Kraft zu glauben. Ich bin zu schwach, zu überwältigt.“ Auch wenn viele Jahren nach unserem ersten Treffen mit dem Herrn vergangen sind, werden wir uns immer noch beten: „Herr, Du musst mehr Glaube in mir setzen. Ich kann nicht bei mir selbst glauben.“ Aber der Heilige Geist treu ist, dieses Werk zu tun. Er wird uns nicht im Stich lassen. Wir müssen vor Gottes Wort stehen, trotz aller Schmerzen und Trauer, trotz aller Schwäche des Fleisches, wie Jaïrus und die blutige Frau taten.