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Die Ausschließlichkeit Christi

Den gegenwärtigen Krieg verstehen

by David Wilkerson | October 29, 2001

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October 29, 2001

Am Donnerstag, den 20. September 2001 hielt der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika in einer gemeinsamen Sitzung des Kongresses eine flammende Rede. Er warnte Amerika, dass wir uns nun im Krieg gegen den weltweiten Terrorismus befinden. Der Präsident nannte diesen Krieg einen Kampf zwischen Freiheit und religiösem Terrorismus. Die Terroristen, gegen die wir kämpfen, streben an, der ganzen Welt ihre religiösen Überzeugungen aufzuzwingen.

Das ist tatsächlich das Ziel, zu dem sich alle islamischen Extremisten offen bekennen. Sie wollen die Bibel durch den Koran ersetzen. Und sie streben danach, der Erde eine einzige Religion aufzuzwingen: den Islam.

Doch der gegenwärtige Krieg reicht über diesen Konflikt weit hinaus. Der Krieg, in dem wir stehen, ist immer schon ein Kampf zwischen zwei ewigen Mächten gewesen: den Fürsten und Mächten Satans und dem einzigen Sohn Gottes, dem göttlichen Christus. Lassen Sie mich das erklären.

Dieser Krieg begann vor Äonen im Himmel. Es kam zu einem wirklichen Kampf, in dem der Erzengel Michael und eine Armee von heiligen Engeln gegen Luzifer und andere rebellische Engel kämpfte, die sich ihm angeschlossen hatten. „Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel kämpften mit dem Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel; und sie bekamen nicht die Übermacht, und ihre Stätte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen“ (Offenbarung 12,7-9).

Luzifer, den wir Satan nennen, verlor den Kampf. Und er wurde mit den anderen rebellischen Engeln (die ein Drittel aller Engel des Himmels zählten) auf die Erde hinabgeworfen. Darauf nahm der Kampf auf der Erde seinen Anfang. Der Teufel errichtete mit seinen dämonisierten Engeln ein geheimes Untergrund-Königtum. Und er begann, gegen Gottes Volk zu kämpfen, indem er von den Körpern böser Menschen Besitz ergriff.

Satan gründete seine eigene Religion, um alle, die von ihm besessen waren, zu einer weltweiten Gemeinschaft zu vereinen. Er setzte dämonisch besessene Menschen als Propheten, Lehrer und sogar Herrscher über Nationen ein. Und er sandte sie aus, sein unheiliges „Evangelium“ zu verbreiten. Aber der Teufel hatte ein Problem. Er konnte mit seinen Lehren keine Menschen bekehren. Er konnte niemanden mit seinem „Evangelium“ überzeugen oder überreden. Warum nicht? Es brachte kein Leben hervor. Es konnte weder Frieden, noch Freude, noch Macht über die versklavende Sünde bieten.

Deshalb musste Satan auf Kriegsführung zurückgreifen. Und seine Waffen wurden Gewalt und Angst. Kurz gesagt stellte der Teufel ein Heer von Terroristen auf, um den Widerstand zu brechen. Und er benutzte dieses blutrünstige Heer, um ganze Nationen einzunehmen. Seither haben viele Menschen mit ihrem Leben bezahlt, um seine „Eine-Welt-Religion“ durchzusetzen.

Der Krieg, den Satan führt, richtete sich stets gegen Gottes Volk. „Und als der Drache sah, dass er auf die Erde geworfen war, verfolgte er die Frau, die das männliche <Kind> geboren hatte“ (Offenbarung 12,13). Diese Verfolgung begann mit der Kirche Gottes in der Wüste. Satan ergriff von dem ägyptischen Pharao Besitz, um Israel durch Sklavenarbeit zu zerstören. Der Teufel wusste, dass Christus durch die Nachkommen Israels auf die Welt kommen würde. Deshalb versuchte er, Israel auszulöschen, um die Geburt des „männlichen Kindes“ zu verhindern.

Aber die Bibel sagt, dass ein „großer Adler“ herabflog, um Gottes Volk zu retten: „Und es wurden der Frau die zwei Flügel des großen Adlers gegeben, damit sie in die Wüste fliege ... wo sie ernährt wird eine Zeit ... fern vom Angesicht der Schlange“ (Vers 14).

Der Herr befreite seine Kirche aus Ägypten und bedeckte sie schützend mit göttlichen Flügeln: „Denn der Anteil des Herrn ist sein Volk ... Er fand ihn im Land der Wüste und ... er umgab ihn, gab acht auf ihn, er behütete ihn wie seinen Augapfel. Wie der Adler sein Nest aufstört, über seinen Jungen schwebt, seine Flügel ausbreitet, sie aufnimmt, sie trägt auf seinen Schwingen, <so> leitete ihn der Herr allein“ (5. Mose 32,9-12).

Was für ein unfassbares Bild! Wie ein zorniger Adler hob Gott seine Kirche empor und trug sie durch jede Gefahr hindurch: am Roten Meer, in der Wüste und im Verheißenen Land. Er allein würde die „Frau“ schützen und bewahren, die Christus hervorbringen sollte.

Die Bibel sagt uns, dass der Drache Israel mit dämonischen Fürsten überflutete: „Und die Schlange warf aus ihrem Mund Wasser wie einen Strom hinter der Frau her, um sie mit dem Strom fortzureißen“ (Offenbarung 12,15). Der Auftrag dieser satanischen Mächte lautete, Gottes Volk zu teuflischem Götzendienst zu verführen. Wir sehen, wie dies geschah, als die benachbarten Völker Israel mit allen möglichen sinnlichen Begierden lockten.

Diese schlimme dämonische Flut setzte sich in der ganzen Geschichte Israels fort, von der Zeit der Könige bis hin zu den Propheten. David beschreibt, wie er von Scharen gottloser Männer und tiefen Wassern überwältigt wurde. Ähnlich schreibt Jesaja: „Der Feind wird kommen wie eine Flut“ (Jesaja 59,19; a. d. englischen King James Version).

Gegen Ende des Alten Testaments schien die Kirche schließlich tödlich verwundet zu sein. Satans Flut hatte Gottes Volk beinahe vernichtet. Israels Gottesdienste waren verunreinigt, mit Sinnlichkeit und Götzendienst vermischt. Ihr schlimmer Zustand veranlasste Gott, seinem Volk zuzurufen: „Wo ist meine Furcht?“ (Maleachi 1,6). Und den Priestern rief er donnernd zu: „Ihr Priester, die ihr meinen Namen verachtet ... die ihr unreine Speise auf meinem Altar darbringt ... Ich habe kein Gefallen an euch, spricht der Herr der Heerscharen, und an einer Opfergabe aus eurer Hand habe ich kein Wohlgefallen ... ihr seid abgewichen vom Weg, ihr habt viele durch falsche Weisung zu Fall gebracht ... Ihr ermüdet den Herrn mit euren Worten ... ihr sagt: Jeder, der Böses tut, ist gut in den Augen des Herrn, und an solchen hat er Gefallen“ (Maleachi 1,6- 7.10; 2,8.17).

Aber am Ende von Maleachi, den letzten Buch im Alten Bund, sehen wir einen Lichtstrahl. Im letzten Kapitel verkündet der Herr: „Aber euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung ist unter ihren Flügeln ... Und ihr werdet die Gottlosen zertreten. Denn sie werden Staub sein unter euren Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde“ (Maleachi 3,20-21).

Gott hatte ein Heilmittel für seine verletzte Kirche. Die Sonne der Gerechtigkeit würde aufgehen und Sieg bringen. Gerade als die Hölle triumphiert zu haben schien, rief der Himmel: „Hilfe ist unterwegs. Fürchtet euch nicht. Die Pforten der Hölle werden Gottes Volk nicht überwinden.“

Sehen Sie, Gott hatte schon immer gewusst, dass diese dämonische Flut kommen würde. Unser Herr wird nie von etwas überrascht. Er kennt den Ausgang von Anfang an. Und er wusste, dass Satans Flut gegen die Kirche abgewendet werden musste, bevor sie sie verschlingen konnte.

Die Bibel offenbart die Hilfe, die nahte: „Die Erde half der Frau, und die Erde öffnete ihren Mund und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Mund warf“ (Offenbarung 12,16). Hilfe kam durch die Auferstehung Christi. Als „die Erde ihren Mund öffnete“, öffnete sie das Grab, das den Messias barg. Satan konnte Jesus nicht unter der Erde verschlossen halten. Gott öffnete das Grab und Christus erstand von den Toten auf. Und seine Auferstehung verschlang den Strom Satans. Der Sieg des Kreuzes besiegelte das Ende aller Angriffe aus der Hölle.

Was geschah als nächstes? „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, Krieg zu führen mit den übrigen ihrer Nachkommenschaft, welche die Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu haben“ (Vers 17). Wer sind diese übrigen der Nachkommenschaft der Frau? Das sind wir, die Kirche. Der Teufel befindet sich nun, in diesen letzten Tagen, wieder im Krieg gegen Gottes Volk.

Aber Satans Angriffe zielen nicht auf das, was die Welt als Kirche bezeichnet. Sein Kampf richtet sich nicht gegen religiöse Systeme. Satan greift die heiligen Nachkommen an, die übrigen, die Christus erhöhen. Er führt Krieg gegen jene, die an Jesus Christus als Herrn glauben und ihn predigen.

Die zentrale Frage, um die es in diesem Krieg geht, ist die Gottheit Jesu. Ist er der Christus, der Eingeborene vom Vater, der Mensch gewordene Gott, der Erlöser der Welt? Oder war Jesus nur einer unter vielen Propheten, die umherzogen und Gutes taten? War er nur ein gewöhnlicher Mensch und nicht göttlich – ist er nicht der auferstandene Erlöser, der zur Rechten Gottes in Herrlichkeit thront?

Der Apostel Petrus bezeugte die Ausschließlichkeit Jesu Christi: „Es ist in keinem anderen die Rettung; denn auch kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden müssen“ (Apostelgeschichte 4,12; mit Fußnote). Petrus lässt keinen Zweifel an der Ausschließlichkeit: Kein anderer Name unter dem Himmel bietet ewige Erlösung. Jesus allein ist der Messias, der göttliche Sohn Gottes. Und er wird diese Herrlichkeit mit keinem anderen teilen.

Ebenso erklärt Paulus: „was die überragende Größe seiner Kraft ... ist ... die ... er in Christus wirksam werden lassen [hat], indem er ihn aus den Toten auferweckt und zu seiner Rechten in der Himmelswelt gesetzt hat, <hoch> über jede Gewalt und Macht und Kraft und Herrschaft und jeden Namen, der nicht nur in diesem Zeitalter, sondern auch in dem zukünftigen genannt werden wird“ (Epheser 1,19-21). Dann fügt Paulus hinzu, dass Jesus das alleinige Haupt über alle Dinge ist: „Und alles hat er seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt“ (Verse 22-23).

Paulus hebt auch hervor, dass eines Tages alle Geschöpfe ausschließlich Jesus als Herrn bekennen werden: „Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters“ (Philipper 2,9-11).

Jede Zunge in der Schöpfung wird bezeugen, dass nicht Mohammed, noch Allah, noch irgendeiner unter den Millionen Göttern des Hinduismus Herr ist, sondern dass Jesus Christus das eine und einzige Lamm Gottes ist. Das ist die zentrale Frage im Kern dieses Krieges. Aber täuschen Sie sich nicht: Der gegenwärtige Krieg wird nicht über einen Namen geführt. In diesem Krieg geht es um die Gottheit Jesu, den Auferstandenen, den Herrn.

Zur Zeit rennt die sich von Gott abwendende, ökumenische Kirche der Strategie Satans für eine „Eine-Welt-Kirche“ in die Arme. Irgendwann wird diese vereinte Kirche alle großen Weltreligionen in sich einschließen: Katholizismus, griechische Orthodoxie, Islam, Buddhismus, Hinduismus und selbst den Protestantismus. Und Satan wird einen einzigen Kompromiss zwischen den Religionen schließen, um diese Einheit herbeizuführen. Was wird sie miteinander verbinden? Der Name Jesus.

Natürlich wird jener „Jesus“, der diese Gruppen zusammenhält, ein anderer Christus mit einem anderen Evangelium sein. Doch gerade dieser Name wird ehemals evangelikale Denominationen veranlassen, sich mit anderen Glaubensrichtungen zu verbinden, indem sie sagen: „Wir können in einer Frage übereinstimmen: Jesus war ein Lehrer und Prophet. Und er ist ein Geist des menschlich Guten in uns allen. Wir alle können ihn als einen heiligen Mann akzeptieren.“

Stellen Sie sich vor, dass der Schöpfer des Universums auf eine solche Identität reduziert wird. Jesus wird nicht mehr als Christus, als der göttliche Herr, akzeptiert werden. Die ökumenische Kirche wird jeden Gedanken an seine Auferstehung und erlösende Kraft abtun. Stattdessen werden sie ihn benutzen, um andere in Satans eigener „Eine-Welt-Religion“ zu vereinen.

Tatsache ist, dass die ganze Welt einen Jesus akzeptieren kann, der nur ein Mensch ist. Damit hat Satan keine Probleme. Er kann die Bewunderung und Anerkennung eines nur menschlichen Jesus hinnehmen. Und tatsächlich haben viele Autoren die menschlichen Werke Jesu gelobt, aber seine Gottheit höhnisch verneint. Einige der poetischsten Worte, die je über ihn geschrieben wurden, stammen von agnostischen Autoren.

Wenn die „Eine-Welt-Kirche“ des Teufels schließlich ihre Botschaft über die ganze Erde verbreiten lässt, werden Millionen lauer Christen sich in die Irre führen lassen. Sie werden sich sagen: „Diese Einheit aller Kirchen muss in Ordnung sein. Ihre Leiter sprechen so viel von Jesus. Jeder, der so viel von Jesus spricht, muss einen legitimen christlichen Glauben haben.“

Sie könnten sich gar nicht mehr täuschen. Das zentrale Mantra der teuflischen Union Satans wird lauten: „Jesus, Jesus, Jesus.“ Schon heute fragen evangelikale Leiter: „Warum können nicht alle Gruppen in Jesus eins sein? Schließlich erkennen die Juden Jesus als Propheten an. Die Muslime betrachten ihn als guten Menschen und bedeutenden Lehrer. Selbst Sikhs und Hindus respektieren Jesus.“

Lassen Sie mich hier innehalten und etwas klar stellen: „Ich bin dankbar für die nationale Einheit, die nach der Tragödie des 11. September entstanden ist. Ich bin dankbar, dass Amerikaner verschiedener Glaubensrichtungen als eine geeinte Nation zusammenstehen können. Ich bete, dass diese Einheit bleiben möge, lange nachdem unsere Trauer versiegt ist.

Aber die Einheit der Religionen, die wir erleben werden, bedeutet etwas ganz anderes. Was ich voraussehe, ist in den Worten Jesu enthalten: „Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Dämonen ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke getan?“ (Matthäus 7,22).

Fast alle Religionen betreiben Exorzismus. Und gewisse Kirchen sprechen von großen Erfolgen bei der Austreibung von Dämonen. Aber viele solche Kirchen handeln bei ihren Austreibungen, Lehren und guten Werken im Namen eines anderen „Jesus“. Wie Jesus Christus zeigt, werden diese Leute beim Gericht behaupten: „Herr, wir haben diese Dinge in deinem Namen getan. Wir waren Jesus-Menschen.“ Aber der Herr wird erwidern: „Ich habe euch niemals gekannt. Weicht von mir, ihr Übeltäter“ (Matthäus 7,23).

Jesus wird ihnen sagen: „Ich kenne euch nicht. Und ihr kennt mich ganz gewiss nicht. Ich war der lebendige Sohn Gottes, aber ihr habt allen erklärt, ich sei nur ein Mensch gewesen. Ihr habt versucht, meinem Evangelium die Kraft zu nehmen. Ihr habt den falschen Jesus. Weicht jetzt von mir. Ihr habt keinen Teil an meinem Königreich.“

Paulus warnt uns, uns nicht „von der Einfalt und Lauterkeit Christus gegenüber“ (2. Korinther 11,3) abbringen und verderben zu lassen. Das griechische Wort für „Einfalt und Lauterkeit“ bedeutet Einzigkeit und Ausschließlichkeit. Mit anderen Worten: „Christus ist keine komplizierte Gestalt. Die Wahrheit über ihn ist ganz einfach: Jesus ist Gott. Er ist göttlich, geboren von einer Jungfrau, gekreuzigt und von den Toten auferstanden. Aber ich befürchte, dass ihr euch von dieser einzigen, ausschließlichen Wahrheit abbringen lasst.“ „Ich fürchte aber, dass, wie die Schlange Eva durch ihre List verführte, <so> vielleicht euer Sinn von der Einfalt und Lauterkeit [der Ausschließlichkeit] Christus gegenüber ab<gewandt und> wird“ (2. Korinther 11,3).

Dann warnt Paulus vor geistlichen Leitern, die einen anderen Jesus predigen: „Denn wenn der, welcher kommt, einen anderen Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen anderen Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das <recht> gut“ (Vers 4). Paulus sagte den Korinthern im Wesentlichen: „Ihr hört auf ein anderes Evangelium, nicht auf das Evangelium Christi. Ihr hört etwas über einen anderen Jesus, nicht über den, der euch errettet hat. Und ich fürchte, dass ihr durch diesen anderen Jesus verdorben werdet, der überhaupt nicht der wahre Christus ist.

Ihr wisst es nicht, aber ihr lasst euch von der Gottheit Christi abbringen. Und ich kann nicht glauben, dass ihr das hinnehmt. Ihr duldet diese Lehrer, die euch verderben. Ihr prüft nicht einmal, was sie sagen, um zu sehen, ob es biblisch ist. Inzwischen seid ihr dabei, euer geistliches Unterscheidungsvermögen zu verlieren. Ihr sitzt unter einem dämonischen Evangelium, das einen anderen Jesus erhöht. Und ihr wisst nicht, wohin es euch führen wird.“

Satans ökumenische Vereinigung der Kirchen wird eine große Verfolgung nach sich ziehen. Und die Vereinigung selbst wird die führende Kraft dieser Verfolgung sein. Schon jetzt drängt die Russisch Orthodoxe Kirche die Regierung Russlands, alle evangelikalen Kirchen in diesem Land zu schließen. Sie wollen das evangelikale Christentum ganz aus ihrer Mitte vertreiben.

Hier in Amerika sehen wir die Anfänge derselben Entwicklung. Mir wurde ein Video eines TV-Netzwerks über ein Interview mit einem bekannten Evangelisten überreicht. Der Interviewer fragte den Evangelisten gerade heraus: „Werden Muslime gerettet werden? Und werden Juden gerettet werden, wenn sie nicht an Jesus glauben?“

Der Evangelist wurde klar in die Ecke gedrängt. Er wusste, dass man ihn verachten würde, wenn er mit Petrus’ Bekenntnis antwortete: „Es gibt keinen anderen Namen, durch den Menschen gerettet werden können, außer dem Namen des Sohnes Gottes, Jesus Christus.“ Die Presse hätte ihn in Stücke gerissen.

Stattdessen erhielt der Evangelist Applaus für seine Antwort: „Muslime lieben Jesus. Und Juden haben den Geist Jesu in sich. Ja, beide werden gerettet werden.“ Ich konnte nicht glauben, was ich diesen hingegebenen christlichen Leiter da sagen hörte.

Es ist unmöglich, von der Welt akzeptiert zu werden, wenn Sie sich zur Gottheit Christi bekennen. Man wird Sie meiden und ablehnen und zur Zielscheibe des Spotts machen. Andererseits hat jeder geistliche Leiter, der von der Welt und anderen Religionen gelobt wird, das Evangelium Christi entstellt. Ein solcher Mensch predigt einen anderen Jesus.

Ich glaube, dass die ganze Welt diese Frage in der kommenden Zeit zum Angelpunkt machen wird: „Glaubst du an die Ausschließlichkeit Jesu Christi? Werden Menschen in die Hölle kommen, weil sie nicht glauben, dass er der einzige Weg zur Erlösung ist?“ Mit dieser Frage werden uns ungläubige Freunde, Mitarbeiter, potenzielle Arbeitgeber konfrontieren. Vielleicht werden sie diese Frage nicht wörtlich so formulieren, aber die Kernfrage bleibt doch dieselbe. Und wenn wir dann Stellung beziehen und antworten: „Ja, ich glaube, dass nur Jesus allein retten kann“, werden wir als engstirnige religiöse Frömmler gelten. Man wird uns verspotten und als politisch inkorrekt und intolerant verfolgen.

Als evangelikale Christen sind wir in der Times Square Church weder antisemitisch, noch antiislamisch noch gegen sonst irgendjemanden. Wir glauben, dass Gott die ganze Welt liebt. Er liebt Juden, Muslime, Homosexuelle und Atheisten. Aber als Christen sind wir gezwungen, einen anderen Standpunkt über den Glauben zu vertreten als sie alle, weil wir auf der Bibel als Gottes Wort stehen.

Vielleicht denken Sie, dass eine solche Verfolgung erst in der fernen Zukunft geschehen wird. Aber schon jetzt entwickeln verschiedene ökumenische Gruppen theologische Thesen für die Vereinigung der „Eine-Welt-Kirche“. Und sie beschäftigen sich mit dem, was sie als „ die Jesus-Frage“ bezeichnen.

Schon jetzt hat die Europäische Gemeinschaft Gesetze entwickelt, die jede Kritik an ihren Aktivitäten verbieten. Bald wird niemand sie öffentlich in Frage stellen können. Ich glaube, dass ein solches Klima der „Eine-Welt-Kirche“ Auftrieb geben wird. Die Gesetze der Europäischen Gemeinschaft sind nur noch einen Schritt davon entfernt, „religiöse Engstirnigkeit“ zu verbieten und jede Initiative zur Bekehrung von Menschen im Namen irgendeiner Religion unter Strafe zu stellen.

Meiner Meinung nach entspringt all das aus dem Zorn Satans gegen die heiligen Nachfolger Christi auf der Erde. Er führt Krieg, indem er Scharen von Menschen unabhängig von ihrer Glaubensüberzeugung gegen Christen aufhetzt. Wir sehen immer mehr, wie der Teufel die Massen gegen alle mobilisiert, die glauben, dass nur Jesus allein die Macht hat zu retten. Plötzlich wird jeder, der uns vorher ignorierte, uns direkt mit der Frage konfrontieren: „Glaubst du, dass Jesus der einzige Weg zum Himmel ist? Ich bin ein guter Mensch, aber ich glaube an gar nichts. Willst du mir etwa sagen, dass ich in die Hölle komme, weil ich nicht glaube, dass dein Jesus Gott ist?“

Wenn wir uns zur Wahrheit bekennen, kann uns das den Arbeitsplatz, die Karriere, Freundschaften kosten. In einigen Ländern kostet es Christen schon das Leben. Aber Jesus ist unser Vorbild, wie wir antworten sollen. Als der Hohe Priester ihn fragte: „Bist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten?“, antwortete Jesus ohne Zögern: „Ich bin es!“ (Markus 14,61-62).

Bald wird die ganze Welt uns auffordern, einen anderen Jesus zu akzeptieren. Sie werden uns unter Druck setzen, unseren Glauben an Jesus Christus als Erlöser und Herrn aufzugeben. Sie werden verlangen, dass wir seine jungfräuliche Geburt, seine übernatürliche Kraft, seine Wunder, seinen Opfertod, seine Auferstehung und seine Wiederkunft leugnen. Doch als seine Nachfolger wissen wir, dass diese Dinge die Wahrheit sind, an der die Ewigkeit hängt. Und wir müssen bereit sein, für diese Wahrheit zu sterben.

Ich habe schon entschieden, wie ich antworten werde. Jedem, der mir diese Fragen stellt, werde ich mit Liebe und Mitgefühl sagen: „Du hast das Recht zu glauben, wofür du dich entscheidest. Und du hast das Recht, nicht zu glauben. Du kannst jeden beliebigen Gott anbeten oder du kannst gar nichts anbeten. Ich werde mich nicht in den Weg einmischen, den du wählst. Aber auch ich habe das Recht zu glauben, wofür ich mich entscheide. Und ich glaube, dass es keinen anderen Namen unter dem Himmel geben wird, durch den wir gerettet werden können, außer durch Jesus Christus. Mein Gott liebt jeden Menschen. Und das Kreuz Christi ist ein Beweis für diese Liebe.“

Das Buch Daniel bietet uns einen prophetischen Einblick, wie der gegenwärtige Krieg ausgehen wird. König Nebukadnezar hatte einen Traum und Daniel deutete ihn: „Du, o König, schautest: Und siehe, ein großes Bild! ... sein Glanz außergewöhnlich ... und sein Aussehen war furchtbar. Dieses Bild, sein Haupt war aus feinem Gold, seine Brust und seine Arme aus Silber, sein Bauch und seine Lenden aus Bronze, seine Schenkel aus Eisen, seine Füße teils aus Eisen und teils aus Ton“ (Daniel 2,31-33).

Der König hatte von einer riesigen Statue in menschlicher Gestalt geträumt, die einen strahlenden, glänzenden und Furcht erregenden Eindruck machte. Der gesamte Körper bestand aus festem Metall. Doch die Füße waren aus Ton. Daniel zeigte, dass diese Statue die Königreiche der Welt symbolisierte und dass der Ton auf die Schwäche der letzten Weltmächte deutete. Diese Königreiche würden zum Ende hin weniger glanzvoll und Furcht erregend sein. Dann fuhr Daniel fort: „Du schautest, bis ein Stein losbrach, <und zwar> nicht durch Hände, und das Bild an seinen Füßen aus Eisen und Ton traf und sie zermalmte ... und sie wurden wie Spreu aus den Sommertennen; und der Wind führte sie fort ... und der Stein, der das Bild zerschlagen hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde“ (Verse 34-35).

Der Stein, den Daniel hier beschreibt, ist kein anderer als Jesus Christus. Er ist der Fels der Zeiten. Und er wird aus dem Himmel herabkommen, um alle irdischen Reiche zu zerschlagen. Wenn die Welt dies geschehen sehen wird, wird die Gottheit unseres Herrn nicht zu leugnen sein. Jedes Knie wird sich vor ihm beugen und jede Zunge wird bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist.

Wir werden Terroristen nicht mit unseren Waffen, Bombern oder Missiles bezwingen. Wir können die Welt nicht mit menschlicher Macht von solcher üblen Bosheit befreien. Gott sagt, dass das Königreich seines Sohnes schließlich alle bösen Reiche brechen und überwältigen wird. Ja, es wird Gerechtigkeit geben. Aber sie wird vom Vater im Himmel kommen.

Was für ein Tag das sein wird, wenn alle Terroristen der Welt vor dem Richterstuhl Christi aufwachen werden! Sie werden denken: „Uns wurde das Paradies für unser Opfer versprochen. Uns wurde gesagt, dass schöne Frauen und köstliche Speisen und Getränke für alle Ewigkeit auf uns warten.“ Aber plötzlich werden sie erkennen, dass genau der Name, den sie völlig auslöschen wollten, nun als ihr Richter vor ihnen steht.

Meine Botschaft an Sie konzentriert sich in diesem einen Vers: „Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich“ (Johannes 14,6). Diese Aussage Jesu ist absolut ausschließlich. Kein Muslim, kein Hindu, kein Jude, kein Heide – niemand kann auf irgendeinem anderen Weg außer durch Jesus Christus zum Vater kommen.

So wie Jesus seine zwölf Jünger fragte, so fragt er uns heute: „Was sagen die Menschen, wer ich bin?“ (Markus 8,27). Die Jünger antworteten: „Johannes der Täufer; und andere: Elia; andere aber: einer der Propheten“ (Vers 28). Aber die wahre Frage Jesu an seine Nachfolger kam als nächstes: „Er fragte sie: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin?“ (Vers 29).

Unsere Antwort muss dieselbe sein wie die von Petrus: „Du bist der Christus“ (Vers 29). Möge dies unser Bekenntnis vor der ganzen Welt sein, jetzt und in Ewigkeit.

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Bibelstellen – soweit nicht anders angegeben – nach der revidierten Elberfelder Übersetzung 1991. Die angegebenen Versnummern können bei einigen Bibelausgaben abweichen.

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