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Gottes Vision für die Letzte-Tage-Kirche!

by David Wilkerson | May 23, 1994

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May 23, 1994

Ich möchte mit Ihnen das teilen, von dem ich glaube, dass es Gottes Vision für Seine Letzte-Tage-Kirche ist. Es ist eine Vision, die auf dem offenbarten Wort Gottes basiert – weil die Bibel klar skizziert, wie die Kirche Jesu Christi unmittelbar vor Seinem Kommen sein wird.

Sicherlich, die Kirche in Amerika ist weit entfernt von dem, was Gott sich bildhaft darunter vorgestellt hat, wie sie sein würde. Tatsächlich ist vieles von dem, was wir zurzeit im Namen Christi vor sich gehen sehen, ein Gräuel. Doch gibt es überall in dieser Nation verstreut und rund um die Welt Überrest-Kirchen, die Gottes heiligen Standards gerecht werden. Sie führen heilige Leben, predigen Gerechtigkeit, glauben an übernatürliche Werke. Diese Kirchen sind lebendig, voll des Geistes Gottes und wirken sich für Christus auf die Leben und ganze Gemeinschaften aus.

Aber größtenteils operieren heute ganze Denominationen ohne den Heiligen Geist. Sie sind bar der Gegenwart Jesu, bankrott bei allen geistlichen Gaben. Sie praktizieren eine Form von Religion ohne Kraft, Überführung oder rettende Botschaft. Sie haben es in der Welt bequem und sind mehr politisch als geistlich. Sie beschwichtigen bei Sünde – verhätscheln Homosexuelle, zwinkern der Scheidung zu, machen das Übernatürliche lächerlich, wobei sie jede Lehre über Himmel, Hölle, Buße und Gericht beiseite werfen.

Solche Kirchen fragen sich, ob Gott überhaupt lebt. Sie sind so kalt, schwach und scheu, dass die Welt über sie spottet! Sie haben keinen Einfluss, werden nicht respektiert, haben keine wie auch immer geartete Wirkung auf die Gesellschaft.

Aber die neutestamentliche Kirche ließ die Teufel zittern! Sie trieb ganze Legionen von Dämonen in den Abgrund, betete Gefängnistüren auf, ließ die Machthaber vor Furcht zusammenzucken. Keine Waffe konnte gegen sie Erfolg haben! Jene frühen Gläubigen hatten solchen Glauben und solche Kraft, dass Krüppel sich erhoben und hüpften, Bettler zu Evangelisten wurden. Sie glaubten an das Übernatürliche – und sie öffneten blinde Augen, taube Ohren und heilten alle Arten von Krankheiten. Sie weckten sogar die Toten auf!

Ich sage damit nicht, dass Gottes Letzte-Tage-Kirche eine Wiederholung oder Kopie der Kirche des ersten Jahrhunderts sein wird. Nein – ich sage damit, dass sie noch großartiger sein wird! Sie wird mächtiger, stärker sein, mit einer sogar noch größeren Offenbarung von Jesus. Sie wird eine größere Salbung als jemals zuvor durch den Heiligen Geist haben, sogar größer als zu Pfingsten! Gott spart Seinen besten Wein immer bis zuletzt auf!

Der Prophet Daniel bestätigt dies. Er sagte, dass gewisse prophetische Wahrheiten verschlossen wurden, nur um in den letzten Tagen offenbart zu werden:

„... Denn die Worte sollen geheim gehalten und versiegelt sein bis zur Zeit des Endes ... Und die Gottlosen werden es nicht verstehen, die Verständigen aber werden es verstehen“ (Daniel 12,9-10).

Gottes Leute werden anfangen, „neue Dinge in Seinem Wort“ zu verstehen! Diese Dinge sind bereits in der Bibel; sie sind einfach noch nicht in der Fülle offenbart worden. Und Daniel sagte, dass er diese Dinge sah, aber sie nicht verstehen konnte, selbst mit seiner göttlichen Weisheit nicht: „Und ich hörte es, aber ich verstand es nicht ...“ (12,8).

Doch heute hat der Heilige Geist diese Dinge geistlichen, unterscheidungsfähigen Heiligen offenbart!

„... wie geschrieben steht: »Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.« Uns aber hat Gott es offenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes“ (1. Korinther 2,9-10). Der Heilige Geist verweilt in uns, um uns diese verborgenen Dinge zu offenbaren!

Gerade jetzt bereitet der Herr eine kraftvolle, doch demütige Armee von Hirten nach Seinem eigenen Herzen vor. Und Er bereitet gerade eine Überrest-Gemeinde aus hungrigen Schafen vor, die sich von der Leblosigkeit und Sünde des modernen Kirchen-Establishments abgewandt haben. Die Szene wird gerade auf jene Kirche hin eingerichtet, die von den Pforten der Hölle nicht überwältigt wird. Sie wird heiß sein, nicht lauwarm – und sie wird die ureigensten Fundamente der Hölle erschüttern. Keine Kraft auf Erden wird in der Lage sein, sie zu ignorieren oder zu verachten!

Hier ist das, was ich in den Schriften als Gottes Vision für diese Letzte-Tage-Überrest-Gemeinde ansehe:

Sie mögen meine nächste Feststellung nicht akzeptieren wollen. Doch wie ich es sehe, ist in dieser Generation das Evangelium von Jesus Christus noch nicht voll gepredigt worden! Ausgenommen bei Diensten einiger weniger gerechter Männer und Frauen Gottes, ist das Evangelium, das wir heute hören, nicht das, von dem Paulus sagte, dass es ein „völlig verkündigtes“ Evangelium ist.

Paulus konnte Seiner Generation sagen: „... dass ich ... das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe“ (Römer 15,19). Und er beschrieb dieses „voll gepredigte“ Evangelium als eines, das weit mehr als Worte ist. Es ist ein Evangelium der Worte und der Tat!

„Denn ich werde nicht wagen, etwas von dem zu reden, was Christus nicht durch mich gewirkt hat zum Gehorsam der Nationen durch Wort und Werk ...“ (15,18).

Paulus sagte dabei: „Die Heiden wendeten sich nicht wegen meines Predigens Jesus zu – sondern weil meine Worte von Wundertaten begleitet wurden:

„... in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes, so dass ich von Jerusalem und ringsumher bis nach Illyrien das Evangelium des Christus völlig verkündigt habe“ (15,19).

Wenn Paulus ohne nachfolgende Zeichen und Wunder gepredigt und gelehrt hätte, hätte seine Botschaft nicht ihre volle Wirkung gehabt. Sie wäre nicht das voll gepredigte Evangelium gewesen! Den Korinthern sagte er: „Die Zeichen des Apostels sind ja unter euch vollbracht worden in allem Ausharren, in Zeichen und Wundern und Machttaten“ (2. Korinther 12,12).

Beachten Sie Paulus’ Worte in diesem Vers: Zeichen, Wunder, Machttaten. Heute zucken die meisten Christen zusammen, wenn sie sie hören! Warum? Deswegen, weil sie durch skrupellose, machthungrige Prediger und Lehrer zu einem Gräuel gemacht worden sind!

In den letzten vierzig Jahren wurden wir Zeuge einer schwerwiegenden Pervertierung des voll gepredigten Evangeliums. Viele intelligente, Jesus liebende Christen waren schockiert über das sich Mokieren über übernatürliche Wirkungen und deren Missbrauch durch Hochstapler, die sich selbst zu Gestalten des Glaubens und der Kraft machten. Diese Lügner haben das voll gepredigte Evangelium in Akte des Stolzes und des persönlichen Gewinns verwandelt.

Sie sehen sie aufgeblasen im Fernsehen und in Zeitungen. Sie sehen Hausieren, Theatralik, scheinbare Heilungen, Behauptungen ohne Substanz, Geldgrabschen, Übertreibungen – alles so abscheulich in Gottes Augen. Es ist eine der am meisten beschämenden Episoden in der Geschichte der Kirche.

Doch als ob diese Perversionen noch nicht genug wären, kam das „Wohlstandsevangelium“ daher, welches zur Perversion dazukam. Im Grunde bedeutete Christus anzunehmen, „die Lotterie zu gewinnen“! Es bedeutete die Verheißung des Wohlstands zu haben: Autos, Kleider, Häuser, Land. Was immer ein Gläubiger „in Existenz sprach“, sollte in seinem Leben Realität werden. Schlimmer noch: Dieses Evangelium porträtierte Jesus als einen Wein saufenden Sportfanatiker, der seine „Kids“ abgöttisch liebt!

Die größte Tragödie von allem ist, dass genau diese Perversionen viele gottesfürchtige Pastoren, Evangelisten und Laienchristen veranlasst haben, sich von der Wahrheit eines voll gepredigten Evangeliums abzuwenden. Sie wollen mit Zeichen, Wundern oder Wundertaten nichts zu tun haben.

Doch, Geliebte, Gott ist immer noch Gott – und Er ist mächtig in Wundertaten und im Wunderwirken! Er ist immer noch unser Heiler – und Er möchte sich selbst als stark zeigen, um derentwillen, die Ihm vertrauen! Große übernatürliche Wirkungen traten in der neutestamentlichen Kirche ohne irgendwelche Perversionen auf – ohne Werbung, Schaustellerei oder irgendeine Person, die alle Kraft und Autorität beansprucht. Der Dienst von Paulus liefert ein Beispiel dafür:

In Troas predigte Paulus solch eine lange Botschaft, dass ein junger Mann namens Eutychus einschlief, während er auf dem Fenstersims saß. Der Junge fiel drei Stockwerke tief zu Boden – und die Bibel sagt, Eutychus „wurde tot aufgehoben“ (siehe Apostelgeschichte 20,5-12).

Als Paulus unten am Schauplatz ankam, beruhigte er jeden. Dann machte er es so, wie Elia es getan hatte: Er streckte sich über den toten Jungen aus. Plötzlich kam das Leben zu Eutychus zurück: Der Junge war auferstanden – von den Toten aufgestanden! Was für ein mächtiges Wunder!

Jetzt, nachdem dies geschah, sandte Paulus nicht jeden aus, um diese Neuigkeit, dass ein Wunder stattgefunden hat, zu verbreiten. Er lud Eutychus auch nicht ein, ihn auf seinen evangelistischen Reisen zu begleiten und seine Auferstehung zu bezeugen. Da waren keine Broschüren, die drängten: „Sehen Sie den Jungen, der aus einem Gebäude fiel und starb. Gott ließ ihn von den Toten aufstehen! Hören Sie das Predigen von Paulus, einem Mann von großem Glauben und großer Kraft!“

Nein – das war es überhaupt nicht, was geschah. Stattdessen gingen alle wieder in den dritten Stock zurück, hatten Abendmahl, und Paulus setzte das Predigen fort.

Die Schrift erwähnt Eutychus nicht einmal mehr. Warum? Weil die Kirche erwartete, dass übernatürliche Werke geschähen! Sie predigten ein volles Evangelium – mit nachfolgenden Zeichen und Wunder!

Diese Taten wurden „besondere Wundertaten“ genannt: „Und Gott wirkte besondere Wundertaten durch die Hand des Paulus, so dass von seinem Leib weg sogar Schweißtücher oder Schurze auf die Kranken gelegt wurden, und die Krankheiten wichen von ihnen und die üblen Geister fuhren aus ihnen aus“ (Apostelgeschichte 19,11-12; a. d. englischen King James Version).

Wie kann ein Schweißtuch oder Schurz irgendwelche Ehre bekommen? Paulus sandte die Gläubigen mit solchen Gegenständen aus, und sie wiederum erzählten anderen: „Die Heiligen haben über diesem Kleidungsstück gebetet. Wenn du Gott glaubst und es auf dich legst, wird Er dich heilen.“ Als die Leute die Tücher auf ihre Stirn, Arme oder Beine legten, standen sie schnell von ihrem Bett oder ihrer Bettlermatte auf. Sie wurden geheilt!

Diese „besonderen Wundertaten“ wurden zu einem erwarteten Bestandteil im täglichen Leben und in der Anbetung der Gläubigen. Sie brauchten nicht irgendein gewaltiges Treffen mit Fanfaren zu besuchen, um sie stattfinden zu sehen. Nein – sie sahen diese mächtigen Taten als einen Teil ihres täglichen Wandels mit Gott an!

Hier ist mein Punkt: Wenn Predigen allein Gottes Begehren vollbringen könnte, wäre Amerika schon längst für Christus gewonnen worden. Betrachten Sie, was in Ephesus geschah, nach drei Monaten des kühnen Predigens:

„... einige ... verhärteten [sich] und ... glaubten [nicht] und [redeten schlecht] vor der Menge ... von dem Weg“ (19,9).

Ephesus war eine gottlose, götzendienerische Stadt, die dem Okkulten hingegeben war. Die Bevölkerung war auf okkulte Bücher und Praktiken, Magie, Hexerei versessen. Und nach drei Monaten des kühnen Predigens durch Paulus wurden die Leute nur noch härter.

Doch dann begann Gott besondere Wundertaten durch Paulus‘ Hände zu vollbringen. Plötzlich wurden die Kranken geheilt, den Gelähmten wurden gesunde Gliedmaßen gegeben, die Blinden bekamen ihr Sehvermögen wiederhergestellt!

Das ist der Zeitpunkt, an dem die dämonischen Kräfte in Ephesus begannen, aufgebracht zu sein. Sieben Söhne eines Priesters mit Namen Skevas gingen in das Haus eines gewissen Mannes, um zu versuchen, die Dämonen hinauszuwerfen, „... in dem Namen des Jesus, der von Paulus gepredigt wird!“ Doch die Legion im Innern dieses Mannes wandte sich gegen die Sieben und attackierte sie, wobei sie ihre Kleider zerriss und wild auf sie einschlug. Sie rannten um ihr Leben hinaus, nackt und schreiend!

Das Wort davon verbreitete sich in der ganzen Stadt: „... und Furcht fiel auf sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde erhoben“ (19,17). Die Leute riefen aus: „Diese Nachfolger Jesu haben Autorität über dämonische Kräfte!“

So ließ Paulus auf dem Stadtplatz ein großes Feuer anzünden:

„Zahlreiche aber von denen, die Zauberei getrieben hatten, trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen; und sie berechneten ihren Wert und kamen auf 50.000 Silberdrachmen“ (19,19).

Tausende von Büchern über Exorzismus, Magie, okkulte Wissenschaften, Zauberei und Hexerei – sie alle gingen in Flammen auf! Und es geschah, weil das Volk von Ephesus mit einem „voll gepredigten“ Evangelium konfrontiert wurde – mit Zeichen, Wundern und Machttaten!

Ich glaube, dass das Evangelium nicht voll gepredigt werden kann, wenn es nicht von der Kraft und Demonstration des Heiligen Geistes begleitet wird – wobei er mächtige Wunder wirkt, die Wahrheit des Evangeliums beweist!

Paulus erklärte kühn: „Und meine Rede und meine Predigt <bestand> nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der Kraft“ (1. Korinther 2,4).

Das Griechische bedeutet hier: „mit Beweis“. Paulus sagte dabei: „Ich predige das Evangelium mit Beweis. Gott und der Heilige Geist unterstützen mich dabei mit Wundern!“

In der Tat, Hebräer 2,4 sagt, dass Gott Paulus‘ Botschaft mit Zeichen und Wundern bestätigte: „... wobei Gott zugleich Zeugnis gab durch Zeichen und Wunder und mancherlei Machttaten und Austeilungen des Heiligen Geistes nach seinem Willen.“

Die neutestamentlichen Gläubigen hatten ein Gebet: „... dass Zeichen und Wunder durch den Namen deines heiligen Kindes Jesus getan werden mögen“ (Apostelgeschichte 4,30; a. d. englischen King James Version). Diese Apostel gingen überall hin und predigten das Evangelium voll:

„... und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel“ (Apostelgeschichte 2,43). „Aber durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volk ... umso mehr wurden <solche>, die an den Herrn glaubten, hinzugetan ...“ (5,12-14). „Es kam aber auch die Menge aus den Städten um Jerusalem zusammen, und sie brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte, die alle geheilt wurden“ (5,16).

Schließlich ist hier der schlüssigste aller Verse – der beweist, dass ein voll gepredigtes Evangelium Zeichen und Wunder einschließen muss:

„Sie verweilten nun lange Zeit und sprachen freimütig in dem Herrn, der dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab, indem er Zeichen und Wunder geschehen ließ durch ihre Hände“ (Apostelgeschichte 14,3).

Dieser Vers sagt, dass die Apostel lange Zeit kühn dienten, wobei sie Gnade und Buße predigten – und dann garantierte Gott, dass er „Zeichen und Wunder geschehen ließ durch ihre Hände!“

Im Kontrast dazu ist die Gemeinde heute schwach und ineffektiv geworden. Warum? Weil sie nicht mehr an das Übernatürliche glaubt! Theologen erzählen uns, dass Gott an irgendeinem Punkt aufgehört hat, mächtige Taten zu vollbringen. Doch wann genau all diese übernatürliche Aktivität aufhörte, kann niemand sagen!

Einige behaupten, die Wunder hörten auf, als Paulus starb. Andere sagen, es war um 150 nach Christus. Ich frage Sie: Wer hat die Dreistigkeit, den Tag, die Woche, den Monat oder auch das Jahr herauszupicken, in dem Gott angeblich sagte: „Genug! Tausende Jahre lang habe ich Zeichen, Wunder und Wundertaten für jene vollbracht, die geglaubt haben. Aber jetzt habt ihr eine vervollständigte Bibel und seid intelligenter. Also schneide ich euch jetzt davon ab! Keine Wunder mehr – keine Zeichen oder Heilungen mehr!“

Geliebte, lassen Sie sich nicht narren! Da ist eine große Täuschung hinter all dem.

Sehen Sie, Paulus sagt uns, dass in den letzten Tagen Satan „mit jeder Machttat und mit Zeichen und Wundern der Lüge“ hervortreten wird (2. Thessalonicher 2,9). Jesus selbst sagte: „Es werden aber falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und werden Zeichen und Wunder tun, um, wenn möglich, die Auserwählten zu verführen“ (Markus 13,22).

Denken Sie darüber nach: Dämonen, falsche Christusse, falsche Propheten – alle versuchen, ihre Botschaften durch lügnerische Zeichen und Wunder zu bestätigen! Doch ich soll glauben, dass Gott seine Kirche einem so kraftvollen, wunderwirkenden Teufel aussetzen wird – aber uns ohne eigene starke Waffen oder übernatürliche Wirkungen zurücklässt? Will Er eine Gemeinde haben, die sagt: „Satan kann Zeichen und Wunder tun, aber Gott kann es nicht.“? Niemals! Das ist absolut undenkbar!

Vielmehr sagt die Bibel, dass Gottes heilige Überrest-Kirche hinausgehen „und ... überall (predigen wird), während der Herr mitwirkt... und das Wort durch die darauf folgenden Zeichen bestätigt...“ (Markus 16,20).

Das ist es, was sich Gott für uns bildhaft vorstellt!

Sie fragen: „Aber was ist mit all den betrügerischen Zeichen und Wundern unter Satans Horden?“

Ich sage Ihnen, genauso wie Moses‘ Stab die Schlangen des Pharao verschlang, so werden Gottes mächtige Taten in diesen letzten Tagen all die finsteren Taten des Teufels verschlingen. Satans Werke werden verglichen mit Gottes unfassbaren Zeichen und Wundern als nichts erscheinen!

Die Wunder dieser Letzte-Tage-Kirche werden echt, real, unanfechtbar, nicht zu leugnen sein – und doch werden sie nicht sehr bekannt sein. Stattdessen werden sie aus den Händen gewöhnlicher, geheiligter, abgesonderter Heiliger hervorströmen, die Gott kennen und intim mit Jesus sind.

Diese Gläubigen werden aus der verborgenen Gebetskammer hervorgehen – eine kleine, vorbereitete Armee, voll von Glauben, mit keinem anderen Begehren, als den Willen Gottes zu tun und Ihn zu verherrlichen. Ohne Fanfaren werden sie in Krankenhäuser, Heime, auf die Straßen gehen, und werden den Kranken die Hände auflegen und unfassbare Heilungswunder sehen. Sie werden den Dämonen gegenüber furchtlos sein, wobei sie große Fürstentümer und Kräfte niederwerfen werden. Sie werden so kraftvoll im Gebet sein, dass sie ganze Nationen für das Evangelium öffnen werden. Und Gott wird Sein Wort durch ihre mächtigen Taten bestätigen!

Wenn Sie denken, Sie seien zu gewöhnlich, um von Gott gebraucht zu werden, dann hören Sie gut zu: Gott wird Sein Letzte-Tage-Werk nicht durch Evangelisten oder Pastoren mit großen Namen tun. Sie alleine wären nicht dazu in der Lage, das großartige Bewegen des Heiligen Geistes zu handhaben! Tatsache ist, Gott wird jede Hausfrau, jeden Teenager, jede ältere Person und alle, die Ihn lieben, brauchen, um Sein mächtiges Werk auszuführen!

Diese Letzte-Tage-Armee wird aus Christen gemacht sein, die vom Brot allein entwöhnt worden sind. Lassen Sie mich erklären, was ich meine:

Gott sagte durch Moses:

„... dass der Mensch nicht von Brot allein lebt. Sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN hervorgeht, lebt der Mensch“ (5. Mose 8,3). Jesus selbst zitierte diesen Vers, als Satan Ihn in der Wildnis versuchte, Steine in Brot zu verwandeln.

Brot steht für alle natürlichen, materiellen Dinge, die für dieses Leben notwendig sind. Das schließt Nahrung, Unterkunft, Kleider, Arbeit, Lohn mit ein. Brot repräsentiert Lebensunterhalt – all jene irdischen Dinge, die wir brauchen und die für sich genommen nichts Übles sind.

Nun, der Herr weiß, dass wir all diese Dinge benötigen. Aber ein Vielzahl von Christen lebt nur für die Dinge dieses Lebens! Ihr Leben ist in ihren Beruf, ihr Haus, Rechnungen eingehüllt. Und ihre Gebete sind nur auf ihre Nöte fokussiert – ihre Verletzungen, ihre Probleme, ihre Begehren. Sie leben von Brot allein!

Natürlich, es ist ehrbar, einen Job zu haben und Ihre Familie zu versorgen. Das ist alles Teil dessen, Gottes Wort zu gehorchen und von jedem Wort, das aus Seinem Mund kommt, zu leben. Doch einige Christen gelangen niemals über das Brot hinaus. Sie verbringen ihre Lebensspanne nur mit überleben!

Wie viele junge christliche Männer und Frauen verbringen zum Beispiel all ihre Zeit damit, um über ihr Bedürfnis nach einem Ehepartner nachzudenken? Wie viel von ihrem Gebet ist darauf fokussiert, Gott zu bitten, ihrer Einsamkeit abzuhelfen? Sie leben von Brot allein!

Wie viele verheiratet Paare verbringen all ihre Zeit auf Prüfungen und Schwierigkeiten mit ihren Kindern fokussiert ? Diese eine Angelegenheit verzehrt all ihre Gedanken, all ihre Gebete. Sie sind auf ein einziges Bedürfnis fokussiert – auf Brot!

Jesus lehrte uns zu beten: „Unser tägliches Brot gib uns heute“ (Matthäus 6,11). Aber zuerst sagte Er, dass wir beten sollten: „Dein Reich komme; dein Wille geschehe ...“ (6,10). Wir sollen zuerst auf Gottes Interessen fokussiert sein – um zu beten, dass Sein Wille geschieht!

Worüber haben Sie in den letzten sechs Monaten mehr als über irgendetwas anderes nachgedacht? Was hat das Meiste Ihrer Zeit und ihre Gebete verzehrt? Waren es meistens Brot-Themen – persönliche Bedürfnisse?

Wenn Sie sich auf das Brot allein fokussieren, dann haben Sie kein Leben! Sie leben in einer Wildnis, wie es die Kinder Israel taten. Jeden Tag erhoben sie sich und begannen, nach Brot zu schreien. Doch nachdem Gott es ihnen gegeben hatte, schrien sie nach Fleisch. Ständig schrien sie danach, dass ihren persönlichen Bedürfnissen begegnet würde – jeden Tag, vierzig Jahre lang!

Geliebte, das ist Langeweile – Plackerei! Gott hatte das niemals für Seine Kinder beabsichtigt. Stattdessen hatte Er Israel durch Moses angewiesen: „Ihr sollt von jedem Wort leben, das aus Meinem Mund hervorgeht! Ja, Ich sagte euch, Ich würde euch Brot geben. Aber bleibt dort nicht stehen. Geht weiter! Ich habe euch gesagt, dass vor euch ein Land ist, das von Milch und Honig fließt, mit Flüssen, Bäumen, Wäldern, grünen Weiden. Und ich möchte jenen Ort für euch!“

Wenn Ihr ganzes Leben nur auf Überleben zentriert ist – wenn Sie nicht mit Jesus eingeschlossen sind, in Seinem Wort wachsen, Ihr Herz vorbereiten wie eine Braut für Ihren Bräutigam –, dann haben Sie überhaupt kein Leben! Sie sind gelangweilt, nicht erfüllt! Sie mögen zur Kirche kommen und hie und da ein kleines Bisschen Leben empfangen. Aber Sie geben kein Leben!

Gerade jetzt zieht Gott ein Volk auf, das nicht auf Brot-Themen fokussiert ist. Stattdessen sind sie in dieser Mitternachtsstunde auf Seinen Willen fokussiert! Sie sind es müde, in einer Wildnis des bloßen Überlebens zu leben. Alles, was sie wollen, ist, Gottes Willen zu kennen und zu tun. Sie sind gewöhnliche Leute, die davon entwöhnt worden sind, vom Brot allein zu leben. Ihre Schulung ist vom Heiligen Geist gekommen – in der verborgenen Gebetskammer!

Jedes Mitglied dieser Letzte-Tage-Armee muss bereit und im Herzen vorbereitet sein – denn Gott ist einsatzbereit, Seine letzte mächtige Ausgießung freizusetzen!

Bevor Jesus kam, ging Johannes der Täufer voraus, „um dem Herrn ein zugerüstetes Volk zu bereiten“ (Lukas 1,17). Dies war ein Predigen der Buße – ein Ruf an die Leute, ihre Herzen vorzubereiten.

Paulus sprach auch davon, „zu jedem guten Werk bereitet“ zu sein (2. Timotheus 2,21). Und Samuel sagte Israel, dass Gott etwas Neues für sie tun würde, wenn sie „(ihr) Herz auf den Herrn (richten würden) und ... ihm allein (dienen)!“ (1. Samuel 7,3). Auch David sagte: „Den Wunsch [das Ersuchen] der Sanftmütigen hast du gehört, Herr; du festigst ihr Herz, lässt aufmerken dein Ohr“ (Psalm 10,17).

In diesem letzten Vers skizziert David einen einfachen Drei-Schritte-Plan, um den Sinn und den Willen des Herrn für Ihr Leben zu erkennen:

  1. Ersuchen Sie Ihn (beten Sie)
  2. Bereiten Sie ihr Herz, um Seine Stimme zu hören
  3. Er wird Sie veranlassen, zu erkennen. Der Geist wird zu Ihnen reden!

Sehr bald wird Gott aus Seinem herrlichen Kelch den Heiligen Geist in größtem Maße ausgießen, wie es die Welt niemals gesehen hat. Große Überführung wird über Ihre Nachbarn, Arbeitskollegen und nichterrettete Familienmitglieder kommen. Der Heilige Geist wird von Sünde, Gerechtigkeit und Gericht überführen!

Überall werden die Menschen verwundet sein. Und sie werden sich von ihren toten Kirchen abwenden und sich jene heraussuchen, die mit Gott wandeln. Sie werden verzweifelt nach jemandem suchen, dessen Herz vorbereitet worden ist.

Geliebte, Sie sind einer jener, die Gott gerade beruft! Er wird Hunderttausende ganz gewöhnlicher Diener für Sein Endzeit-Wirken des Von-Mensch-zu-Mensch-Dienstes gebrauchen. Also, ich frage Sie: Bereiten Sie jetzt gerade Ihr Herz darauf vor, dass Sein Werk getan wird, sowohl in Ihnen als auch durch Sie? Oder sitzen Sie nur dabei, ein Wildnis-Leben ertragend?

Bekennen Sie Gott heute: „O Herr – ich möchte, dass mein Leben zählt! Ich weiß, dass ich jetzt gerade in einer Wildnis der Verzweiflung lebe, von Brot allein. Aber ich möchte leben!“

Tauchen Sie in Sein Wort ein. Lernen Sie, Ihn täglich zu suchen. Es liegt da eine revolutionäre Kraft in der Vorbereitung Ihres Herzens! Es ist diese Vorbereitung, durch die Sinn und Erfüllung in Ihr Leben kommen. Sie verändert Ihre Gefühle, Ihre Persönlichkeit – und sie setzt Kraft in Ihnen frei!

Wenn Gott sieht, dass Sie bereit sind, wird Er Ihnen großartige Gelegenheiten geben, Sein Werk zu tun. Sie müssen dazu nicht einmal Ihr Haus verlassen. Gott wird Ihnen die Nöte direkt vor die Tür bringen!

Aber seien Sie gewarnt: Wenn Sie nicht anfangen, Ihn zu suchen, dann sagt die Bibel, werden Sie sich dem Bösen zuwenden: „Aber er tat, was böse war; denn er richtete sein Herz nicht darauf, den HERRN zu suchen“ (2. Chronik 12,14).

Wir dienen einem mächtigen Gott, der in eben dieser Stunde Sein Volk auf ein gewaltiges Werk vorbereitet:

„Der HERR zieht aus wie ein Held, wie ein Kriegsmann weckt er den Eifer. Er erhebt einen Schlachtruf, ja, ein gellendes Feldgeschrei, er beweist sich als Held gegen seine Feinde“ (Jesaja 42,13).

Also bereiten Sie Ihr Herz darauf vor, Ihm zu begegnen. Werden Sie ein bereiter Diener, ausgerüstet und vorbereitet für seine Letzte-Tage-Ausgießung. Und Sie werden Seine Herrlichkeit in dieser letzten Stunde in Ihnen lebendig werden sehen!

Halleluja!

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