In der Gegenwart Ihres Feindes Festmahl halten! By David Wilkerson February 28, 2000 „Du bereitest einen Tisch vor mir in der Gegenwart meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl; mein Becher läuft über“ (Psalm 23,5; a. d. englischen King James Version). Von all den wunderbaren Verheißungen, die Gott uns im 23sten Psalm gibt, ist diese eine der herrlichsten. Bedenken Sie, was er hier für uns zu tun verspricht: Er sagt, er wird uns einen Tisch decken, köstliche Speisen darauf ausbreiten, sich dann eine Kellnerschürze umbinden und uns ein Festmahl servieren. Und er tut das alles vor unseren Feinden. Nun, wir wissen, wenn Gott für das Catering sorgt, wird das Essen nicht nur ein gewöhnliches Mahl sein. Das Wort für „Tisch“ in diesem Vers bedeutet so viel wie „Ausbreitung“. Gott spricht hier nicht nur von einem kleinen Teller mit Essen. Er spricht von einer immensen Ausbreitung von Gütern – einem gewaltigen Festessen. Er setzt uns Reihe auf Reihe köstlichster himmlischer Speisen vor, damit wir schmecken und essen. Und da ist nur ein Gast bei diesem Mahl – Sie. Gott tut dieses wundersame Werk der Zubereitung, des Servierens und des Bedienens für jeden einzelnen, der Jesus liebt und sich nach seinem Namen nennt. Desweiteren, um Atmosphäre zu schaffen, erklärt Gott, dass dieses Festmahl eine Zeit des Lachens ist, der Freude und des Gesangs. Er sagt ihnen: „Iss, trink – freue dich und sei fröhlich“. „Um zu lachen, bereitet man ein Mahl, und Wein erheitert das Leben“ (Prediger 10,19). Dann, wenn Sie die üppigen Speisen genießen, salbt Gott Ihr Haupt mit dem Öl der Freude. „Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt“ (Psalm 23,5). „Gott, dein Gott, [hat] dich gesalbt mit Freudenöl vor deinen Gefährten“ (Psalm 45,8). In der Zwischenzeit, während Gott Ihr Festmahl vorbereitet und serviert, bewirkt er, dass Ihre Feinde am Rand der Szene dasitzen und beobachten, wie sich alles entwickelt. Sie sehen den Herrn selbst Speisen auf Ihrem Tisch ausbreiten, Sie auf Ihrem Platz begleiten und Sie bedienen. Dann beobachten sie, wie Sie Ihre Seele mit der wunderbaren Kost des Himmels auffüllen. Ich sage Ihnen, keine dämonische Kraft, einschließlich des Teufels selbst, könnte jemals diese Art von Liebe, Barmherzigkeit und Gnade begreifen. Was für eine unfassbare Szene! Können Sie es sich ausmalen? Ihre Feinde sind im Schock. Sie waren sich sicher, dass Gott daran ging, Sie wegen Ihres Versagens niederzuschlagen. Sie waren bereit, sich hämisch freuend über Ihnen zu stehen, während Sie dem Untergang verfallen. Doch jetzt wurden sie beordert, zuzuschauen, wie Sie Speisen verschmausen, die durch Gott selbst serviert werden. Sie werden gezwungen, zu beobachten, wie der Herr Ihnen dient, Sie ernährt und Sie mit dem Öl der Freude und Fröhlichkeit salbt. Jesus sagt uns, dass der Vater dies für alle seine Kinder tut: „Glückselig jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich umgürten und sie sich zu Tisch legen lassen und wird hinzutreten und sie bedienen“ (Lukas 12,37). Bevor wir über den Tisch des Herrn sprechen, müssen wir erörtern, wer unsere Feinde sindNach biblischer Terminologie sind da zwei Arten von Feinden: die dämonische Art und die menschliche Art. Hier im 23sten Psalm bezieht sich David auf dämonische Feinde. Diese repräsentieren den Teufel und alle seine höllischen Fürstentümer und Kräfte. Gemäß Jesus „ist der Teufel [der Feind]“ (Matthäus 13,39). Wenn David in Psalm 18 von seinem „starken Feind“ spricht, redet er über die dämonischen Horden, die ihn wegen seines festen Wandels mit dem Herrn hassen: „Er rettete mich vor meinem starken Feind und vor meinen Hassern, denn sie waren mächtiger als ich“ (Psalm 18,18). Doch viele unserer Feinde sind nicht aus der Hölle. Wenn Jesus uns sagt, „unsere Feinde zu lieben“, spricht er sicherlich nicht vom Teufel und seinen Horden. Er spricht von Menschen in Ihrem Leben, die zu Werkzeugen geworden sind, benutzt von Satan, um Sie unglücklich zu machen. Es waren Davids fleischerne Feinde, die ihn zu schreien veranlassten: „Rette mich, HERR, von meinen Feinden! Zu dir nehme ich meine Zuflucht“ (Psalm 143,9). Sie mögen nur wenige menschliche Feinde haben, weil Sie sich in einem kleinen Kreis bewegen. Oder Sie mögen eine Fülle von Feinden haben, weil Ihre Einflusssphäre größer ist. Auf jeden Fall werden Sie, wenn Sie ihr Herz darauf ausgerichtet haben, Jesus nachzufolgen, vielen Menschen zu einem Anstoß werden. Und Ihnen wird sowohl von Ungläubigen als auch von fleischlichen Christen gleichermaßen widerstanden werden. Mehr noch: Sie werden als Ziel Satans und seiner bösen Geister markiert werden. Ihr Widersacher, der Ankläger, wird Sie körperlich und geistlich angreifen. Und er wird Ärger für Sie unter Ihren menschlichen Feinden entfachen. In diesem Sinne wird das übernatürliche Festmahl des Herrn noch erstaunlicher – weil beide Gruppen von Feinden dazusitzen und zu beobachten haben, während der Herr Sie bedient. Auf der einen Seite sind der Teufel und seine Horden, und auf der anderen Seite sind alle Ihre irdischen Feinde. Und in ihrer Mitte gießt der Herr sein Freudenöl auf Sie aus. Auf der dämonischen Seite tobt der Teufel, weil er dachte, dass er Sie sicher hätte. Und auf der menschlichen Seite überhäuft Gott Ihre Feinde mit Schande. Sein Wort sagt über den Gerechten: „Seine Feinde will ich bekleiden mit Schande, aber auf ihm wird seine Krone glänzen“ (Psalm 132,18). Gott sagt dabei im Wesentlichen: „Deine fleischlichen Feinde dachten, du wärst am Ende. Aber nun können sie nur in Verwunderung zusehen, wie ich dich ernähre und segne.“ Während Sie sich in die herrlichen Speisen vor ihnen hineingraben, beugt der Herr sich herunter und flüstert in Ihr Ohr: „Du brauchst wegen irgendeinem dieser Feinde nicht besorgt zu sein. Sie sind nicht in der Lage, irgendetwas gegen dich zu tun.“ „Haben sie auch Böses gegen dich geplant, einen Anschlag ersonnen: nichts werden sie zustande bringen“ (Psalm 21,12). In der Tat, Gott gibt Ihnen jede göttliche Zusicherung. Und schließlich werden Sie in der Lage sein, zu singen: „Nun wird mein Haupt sich erheben über meine Feinde rings um mich her. Opfer voller Jubel will ich opfern in seinem Zelt, ich will singen und spielen dem HERRN“ (Psalm 27,6). Gott breitet diesen Tisch für Sie nicht nur in Ihren Zeiten des Sieges aus, sondern besonders in Ihren Zeiten des VersagensDie Puritaner benutzten oft den Ausdruck „Überrascht von Sünde“. Das bezieht sich auf jene Zeiten, wenn Sie nicht damit rechnen, zu sündigen – aber plötzlich bricht der Feind wie eine Flut herein und Sie sind überwältigt. Etwas überkommt Sie – eine alte Begierde oder Angewohnheit, die Sie überwunden zu haben glaubten – und Sie fallen schließlich. Sie tun rasch Buße, trauern über Ihre Sünde und sind bekümmert. Aber dann reduzieren Sie sich auf sich selbst, wälzen sich in Schuldgefühlen und Konfusion. Sie denken: „Wie konnte ich erlauben, dass dies wieder passiert?“ Und wenn Sie versuchen, in Gottes Gegenwart zu treten, fühlen Sie sich beschämt und verlegen. Sie sagen sich: „Ich brauche etwas Abstand vom Herrn, während ich das herausfinde. Ich muss es irgendwie wieder zu ihm hin schaffen. Ich muss ihm beweisen, dass ich es nicht beabsichtigt habe.“ Dies ist der Punkt, an dem Ihr Ankläger, der Teufel, Sie wie ein hungriger Löwe anfällt. Er ruft Ihnen jede Schriftstelle, Gottes Hass gegen die Sünde betreffend, ins Gedächtnis. Er erinnert Sie an biblische Warnungen davor, gegen das Licht zu sündigen. Und er ruft Ihnen Gottes Missfallen an allen in Erinnerung, die im Alten Testament fielen. Dann flüstert er Ihnen zu: „Sieh dir an, wie Gott seinen Geist von all jenen anderen wegnahm, die fielen. Und jetzt hast du auf dieselbe Weise gesündigt. Er hat seinen Geist komplett aus deinem Leben weggenommen. Du bist ein Scheinheiliger, ein Heuchler – du praktizierst nicht, was du predigst. Und wenn du am Tag des Gerichts dastehst, werden deine eigenen Worte dich verdammen.“ Geliebte, der Teufel kennt niemals das Resultat aus dem Versagen irgendeines Christen. Er weiß nicht, wie Sie reagieren werden, nachdem Sie versagt haben, oder wie Gott auf Ihre Sünde reagieren wird. Tatsächlich ist Satans größte Angst, dass Sie direkt zu Gottes Barmherzigkeit und Vergebung rennen werden. Also tut der Feind alles, was in seiner Macht steht, um Sie davon abzuhalten, die Bundesverheißungen Gottes zu verstehen. Er will Sie unter das Gesetz zurückbringen, wo Ihr Gewissen Sie verdammen wird. Er möchte, dass Sie überzeugt sind, für Ihr Versagen bezahlen zu müssen. Er möchte Sie sich in Trauer wälzen sehen, wobei Sie versuchen, sich Ihren Weg zurück in die Gunst Gottes zu verdienen. Nein – das ist niemals, was der Herr für das bußfertige Herz beabsichtigt. Sehen Sie, gerade wenn Sie denken, dass Sie seinen Zorn und seine Züchtigung verdienen, ruft Gott Sie zu einem Festmahl. Und während Ihre Feinde sich niederlassen, um Sie unter Gericht leiden zu sehen, überrascht der Herr sie – und Sie –, indem er sie von seinem Tisch speist. Das ist es, wie Gott seine bußfertigen Kinder behandelt. Hier ist ein Beispiel: Denken Sie an einen Kirchenältesten – einen gottgefälligen Mann, der täglich betet, Gottes Wort erforscht, seine Frau ehrt und ein liebender Vater ist. Alle vergangenen Übertretungen dieses Mannes sind unter dem Blut Christi. Sein einst aufbrausendes Wesen ist durch die Kraft des Heiligen Geistes bezwungen. Und nun bewegt sich dieser freundliche, nachdenkliche, rücksichtsvolle Mann in der Weisheit Gottes. Aber eines Tages bricht der Feind wie eine Flut über ihn herein. Der Mann hat einen schrecklichen Tag bei seinem Job, und als er sein Büro verlässt, ist sein Geist geplagt. Er versucht, auf dem Heimweg zu beten, und denkt dabei: „Herr, ich möchte einfach nur nach Hause kommen, auf die Couch liegen und dir danken, dass dieser Tag vorüber ist.“ Inzwischen hatte auch seine Frau zuhause einen schlimmen Tag gehabt. Alles war schief gelaufen, und die Kinder waren außer Kontrolle. Jetzt ist sie aufgedreht, während sie darauf wartet, dass ihr Mann nach Hause kommt und sich mit den ungezogenen Kindern befasst. So, sobald der geplagte Mann durch die Tür geht, läuft seine Frau auf ihn zu und beginnt, alle Probleme des Tages bei ihm abzuladen. Er ist jedoch zu überfordert, um zuzuhören – und er sagt ihr, dass er nichts davon hören will. Jetzt wird sie noch frustrierter. Sie beginnen zu streiten – und plötzlich bricht ein Damm. Im nächsten Augenblick sind sie dabei, sich anzuschreien, sich zu beschimpfen und sich den anderen vorzuknöpfen. Sie tauschen hässliche Worte aus, die einschneiden und verletzen sollen. Dann, wie aus dem Nichts, rastet der Mann aus. Er speit einem Schwall böser Worte aus – einschließlich eines Fluchwortes. Seine Frau tritt entsetzt zurück: „O, das ist es also, wie ein Mann Gottes mit seiner Frau spricht? Das ist die Redeweise eines Kirchenältesten, eines Mannes, von dem alle anderen denken, er sei so heilig? Was für ein Scheinheiliger!“ Im Zorn dreht sich der Mann um und stürmt zur Tür hinaus. Draußen jedoch ist er erschüttert und verwundet, seine Seele überwältigt von Scham und gottgefälliger Reue. Er beginnt, innerlich zu schreien: „O, Gott – woher kam das? Mein Herz muss so böse sein. Jetzt lasse ich meinen ganzen Frust schon an meiner eigenen Familie aus.“ Selbst der gottgefälligste Christ wird von überwältigenden, unerwarteten Situationen wie diese überrascht. Und manchmal geschieht das gerade, nachdem wir große Siege erlebt haben. Wie Adam möchten wir uns vor Gott verstecken. Wir denken, dass er zornig auf uns ist und dass Satan in unserem Leben Fuß fassen konnte. Dann, in unserer Konfusion, verfallen wir in den Trott von Römer 7: „Das, was ich hasse, tat ich. Und ich versagte dabei, auszuführen, was ich zu tun hoffte.“ Plötzlich denken wir: „Wie kann ich in Betracht ziehen, anderen zu dienen, wenn ich so böse bin? Oh, Gott – wie lange wird es brauchen, bis ich diesen Schmutz von meinen Händen loswerde und mich wieder heilig fühle?“ In diesem Moment winkt uns der Herr zu: „Komm zum Festmahl. Du brauchst keine Zeit, abseits von mir. Setz dich hin und schmecke von meiner Barmherzigkeit. Ich möchte, dass du an meinem Tisch schmaust, in der Gegenwart deiner Feinde.“ Was ist Gottes Haltung gegenüber seinen Kindern, wenn sie von Sünde überwältigt werden?Jesus beantwortet diese Frage im Gleichnis vom verschwenderischen Sohn. Dieser entlaufene junge Mann wurde von Sünde überwältigt, und gab alles, was er hatte, für seine Begierden aus. Schließlich endete er quasi in der Sklaverei und musste Schweinefutter essen. Und er dachte: „Ich habe so schwer gesündigt, dass ich von meinem Vater niemals wieder so akzeptiert werden kann wie zuvor. Sicherlich werde ich irgendwie für dies bezahlen müssen.“ Die Ängste des Verschwenders hielten ihn von der Rückkehr zu seinem Vater ab. Doch in Wahrheit war sein Vater niemals zornig auf ihn. Jener gottgefällige Mann sehnte sich einfach nach der Rückkehr seines Sohnes. Schließlich, als der Verschwender in der Grube seiner Verzweiflung war, wobei er die volle Auswirkung seines Versagens zu spüren bekam, dachte er an den Überfluss in seines Vaters Haus. Und, in Verzweiflung kehrte er nach Hause zurück. Was war die Reaktion des Vaters? Er rannte hinaus, um seinem Sohn zu begegnen – umarmte ihn, küsste seinen Nacken und vergab ihm, ohne eine Frage zu stellen. Die Schrift erzählt uns: „Der Vater aber sprach zu seinen Sklaven: Bringt schnell das beste Gewand heraus und zieht es ihm an und tut einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße; und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und lasst uns essen und fröhlich sein!“ (Lukas 15,22-23). Hier, in den eigenen Worten Jesu, sehen wir die Haltung des himmlischen Vaters gegenüber seinen Kindern: Unmittelbar nachdem wir versagen, serviert uns der Herr ein Festmahl und salbt uns mit dem Öl der Freude. Sie sehen, Gott schaut auf das Herz – und in genau dem Moment, in dem er unser Herz nach Vergebung schreien hört, breitet er den Tisch für uns aus. Er sagt uns: „Renne nicht vor mir weg. Wälze dich nicht im Schweinestall des Teufels, wobei du seine Lügen akzeptierst. Ich liebe dich – jetzt komm und sieh, was ich für dich vorbereitet habe.“ Der erste Segen, den Sie auf Ihrem Teller finden werden, ist augenblickliche und bedingungslose Vergebung. „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit“ (1. Johannes 1,9). Sobald wir Buße tun, beendet Gott die ganze Angelegenheit unserer Sünde. Er lässt alle Anklagen gegen uns fallen und wirft unsere Übertretung vollständig weg aus seiner Sichtweite. Desweiteren will er nichts mehr über unsere Sünde hören. Er sagt im Wesentlichen: „Ich bin darüber hinweg – jetzt, komm du darüber hinweg. Ich habe keine Vorbehalte gegen dich. Ich habe alles begraben. Nun freue dich in meiner Erlösung, Barmherzigkeit und Gnade. Sei fröhlich in ihnen allen.“ Wenn wir einmal die Vergebung des Vaters angenommen haben, lädt er uns ein, uns an jedem Punkt zu laben, der auf seiner Speisekarte aufgeführt ist: Gnade, Barmherzigkeit, Freundlichkeit, Sanftmütigkeit, Mitgefühl, unverdiente Liebe, Frieden, Ruhe, Freude, Glück, erfrischende Quellen der Erneuerung durch den Heiligen Geist. Reden wir über das Erfahren der Herrlichkeit Gottes. Gerade wenn Sie Gericht und Vergeltung erwarten, lädt der Herr Sie zu einem Festmahl seiner Barmherzigkeit und Gnade ein. „Du, Herr, bist gut und zum Vergeben bereit, groß an Gnade gegen alle, die dich anrufen“ (Psalm 86,5). „Deine Gnade ist groß gegen mich, und du hast meine Seele gerettet aus dem tiefsten Scheol“ (86,13). Ich weiß wie es ist, zu erwarten, dass Gottes Gericht über mich hereinbricht, nachdem ich versagte. Ich frage mich: „Wird da ein Angriff auf meinem Körper sein? Wird eines meiner Kinder leiden? Wird meine Frau wieder einer Krankheit anheimfallen? Gott, wo wirst du mich schlagen für das, was ich getan habe?“ Doch augenblicklich breitet der Herr ein großes Festessen für mich in der Gegenwart meiner Feinde aus. Wer sind in diesem Fall meine Feinde? Es sind teuflische Widersacher der Furcht, Depression, Konfusion, des inneren Aufruhrs, satanischer Lügen. Deshalb tue ich rasch Buße und ergreife Gottes Bundesverheißungen. Und ich erinnere mich daran: „David, du musst nicht weinen, um zu beweisen, dass es dir Leid tut. Alles, was du tun musst, ist, zu bekennen, Buße zu tun und dich auf das Wort deines Vaters zu stellen. Dann geh zum Festessen und freue dich in der Gegenwart aller deiner Feinde.“ So sitze ich am Tisch des Herrn, und mein Hirte Jesus bedient mich. Er stellt meine Seele wieder her, indem er mich mit seiner Barmherzigkeit, Vergebung und zärtlich liebenden Freundlichkeit speist. Dann lässt er mich an stillen Wassern ruhen und zeigt mir Schriftstelle auf Schriftstelle über seine Liebe. Ich spüre, wie die Gnade Gottes über meine Seele kehrt. Und Freudentränen waschen all meine Schuld, meine Ängste und Sorgen ab. Während diese unfassbareren Segnungen stattfinden, werden meine Feinde gezwungen, daneben zu sitzen und zuzuschauen, restlos besiegt. Und schließlich höre ich sie flüstern: „Er hat das Geheimnis gelernt – er vertraut auf Gottes Verheißungen. Ziehen wir weiter.“ Lassen Sie uns nun uns auf das Festmahl in der Gegenwart menschlicher Feinde konzentrierenDie Verheißung des Psalms 23 deckt beide Arten von Feinden ab, dämonische und menschliche. Und der Herr möchte, dass wir sogar vor unseren menschlichen Feinden feiern – Leute, die zu Werkzeugen Satans geworden sind, um uns zu schikanieren. Lassen Sie mich das am Beispiel eines Briefes illustrieren, den unser Dienst erhielt. Eine liebe Christin schreibt von ihrer schwierigen Ehe mit ihrem nichtgeretteten Ehemann. Dieser Mann fühlt sich durch das heilige Leben seiner Frau verdammt. Also begann er vor kurzem, ihr gegenüber ausfallend zu werden, sie zu schikanieren und sie zu betiteln. An einem Tag kürzlich kam der Mann betrunken nach Hause. In einem Wutanfall presste er seine Frau gegen die Wand und schrie ihr gellend ins Gesicht: „Du Jesus-Fanatikerin – du bist verrückt. Ich bin müde von deinem Predigen. Ich will kein weiteres Wort hören. Du bist auch nicht besser, als ich es bin.“ Und er machte weiter und weiter, in höllischer Sprache, wobei er endlose Anklagen gegen sie vorbrachte. Langsam stieg ein Zorn in der Frau auf. Alles in ihr wollte reagieren und die vielen Gemeinheiten ihres Mannes ihr gegenüber benennen. Doch stattdessen schloss sie die Augen und betete still: „Heiliger Geist, hilf mir.“ Die Gnade Gottes überströmte sie – und sie wurde von übernatürlichem Frieden erfüllt. Sie schaute ihren Mann lediglich liebevoll an und sagte dabei nichts. Als er sah, dass sie nicht reagieren würde, ließ er sie los und stapfte hinaus, und parkte sich vor dem Fernseher. Inzwischen ging sie still ihrer Hausarbeit nach, mit Frieden und Freude in ihrem Herzen. Sie war dabei, am Tisch des Herrn zu speisen – sich von der Gnade, Geduld und Hoffnung zu nähren, die Gott vor ihr ausgebreitet hatte. Mag sein, dass Sie gerade eine stressige Situation in ihrem Job durchstehen. Vielleicht haben Ihre Arbeitskollegen Sie verraten, indem sie über Sie bei Ihrem Chef tratschten und logen. Sie verbrachten Ihre Tage damit, über die grausame Art, mit der sie Sie verletzt haben, zu trauern. Lieber Heiliger, liebe Heilige, Jesus ruft Sie zum Festmahl in der Gegenwart Ihrer Feinde. Er erinnert Sie daran, dass Sie sogar in der schlimmsten Situation zu Gottes Bundesverheißung „Keiner gegen dich geformten Waffe wird es gelingen!“ laufen können. Ihr Vater breitet schon den Tisch für Sie aus – und er möchte Sie mit seiner Gnade und seinem Mitgefühl auffüllen. Es ist möglich, den Tisch des Herrn durch Unglauben zu verpassenAls Israel aus Ägypten herauskam, verpassten sie all die Festmähler, die Gott für sie vorbereitet hatte. Sehen Sie, nach ihrer Erlösung befahl ihnen Gott, jedes Jahr das Fest der ungesäuerten Brote im verheißenen Land abzuhalten. Das bedeutete, dass sie sechs Tage lang ungesäuertes Brot essen sollten – und am siebten Tag sollten sie ein Festmahl halten. Gott plante auch mehrere andere Feste für Israel – herrliche Zeiten für die ganze Nation, um sich im Herrn zu freuen, seine Gegenwart zu genießen und seine Salbungen zu empfangen. Ihre Tische sollte mit guten Dingen beladen sein – Milch, Honig, Öl, Trauben, Getreide und Fleisch. Eine dieser Feiern sollte ein Festmahl aus Erstlingsfrüchten sein. „Du sollst dich an all dem Guten freuen, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Haus gegeben hat“ (5. Mose 26,11). Der Herr sagte dabei seinem Volk: „Ich möchte, dass ihr euch über alles freut, was ich euch gegeben habe. Dies ist eine Zeit für euch, um zu lachen, zu singen und euch zu erinnern.“ Außerdem wies Mose Israels Führer an, das Passahfest zu zelebrieren. Diese Feier sollte eine Zeit der Belehrung für ihre Kinder sein: „Du sollst deinem Sohn an jenem Tag so erklären: Es geschieht um deswillen, was der HERR für mich getan hat, als ich aus Ägypten zog“ (2. Mose 13,8). Jeder Vater sollte seinem Sohn erzählen: „Bei diesem Fest geht es darum, unsere Erlösung zu feiern. Wir freuen uns, weil Gott uns von Ägypten freigemacht hat.“ Mit jedem Festmahl sagte der Herr zu Israel: „Freut euch – seid fröhlich und singt.“ Alle Festmähler sollten heilsame, befreiende Feiern sein für Gottes bundesgemäße liebevolle Freundlichkeit gegenüber seinem Volk. Doch die Schrift verzeichnet nur ein Festmahl, das in der Wildnis beachtet wurde. Dieses Fest fand am ersten Jahrestag der Erlösung Israels aus Ägypten statt. Danach wurden die befohlenen Festmähler offensichtlich vergessen. Dies ist nicht, was Gott für sein Volk beabsichtigte. Sein Plan für sie war es, im verheißenen Land zu wohnen, wo sie alle Arten von Ressourcen hatten, die Festmähler abzuhalten. Aber wegen Israels Sünde blieben sie in der Wildnis. Und ihre einzigen Ressourcen waren das Manna, das Gott vom Himmel sandte, und eine kleine Menge Korn, das sie aus Ägypten mitbrachten. Können Sie sich vorstellen, was ein israelitisches Kind während dem einen Festmahl gedacht haben muss, das Israel feierte? Es hatte sein ganzes Leben lang morgens, mittags und abends nur von Manna gelebt. Und jetzt, wo das Festmahl abgehalten wird, sieht es, wie noch mehr Manna serviert wird. Daraufhin fragt es seinen Vater: „Papa, worum geht es bei dieser Feier?“ Sein Vater antwortet: „Es ist das Festmahl der ungesäuerten Brote, Sohn. Wir feiern unsere Erlösung aus Ägypten. Dies ist eine Zeit, sich über die Freiheit, die Gott uns gegeben hat, zu freuen.“ Der Junge rätselt: „Freude über Erlösung?“ Alles, was er jemals von seinen Eltern hörte, war Murren und Klagen und Unglaube gewesen. Und bei einigen Gelegenheiten hatte er sie sich in ihr Zelt schleichen sehen, um die kleinen Götzen anzubeten, die sie aus Ägypten geschmuggelt hatten. Also fragt der Junge seinen Vater: „Nennst du das Erlösung? Worüber sollen wir uns denn freuen – die trockene Wüste? Alles, was wir jemals erlebten, ist die langweilige alte Eintönigkeit der Dinge. Warum müssen wir mit noch mehr Manna Festmahl halten? Warum leben wir nicht dort, wo all die guten Dinge sind?“ Leider versäumte Israel fortwährend, die Festmähler des Herrn zu beachten. Die Schrift erzählt uns: „Wir sehen, dass sie wegen des Unglaubens nicht hineingehen konnten“ (Hebräer 3,19). Ich frage mich, wie viele Teenager heute nur den Unglauben in einer älteren Generation sehen, die bezeugt, von Sünde erlöst worden zu sein. Wie viele Kinder in christlichem Zuhause sagen: „Papa, Mama – nennt ihr das Erlösung? Da ist keine Freude in unserer Familie. Unser Heim ist voll von Aufruhr und Kampf. Und alles, was ich jemals höre, ist Klage und Tratsch. Dieser Ort gleicht einer Leichenhalle.“ Kein Wunder, dass so viele Teenager heute dem Herrn nicht dienen. Ihre Eltern wandern immer noch durch die Wildnis. Sie sind niemals in die Bundesverheißungen Gottes eingetreten. Sie wissen nicht, was es bedeutet, sich zu freuen, weil sie niemals zum Festmahl gehen. Führen Sie ein Leben geistlicher Stagnation? Sind Sie ständig niedergedrückt – leben von Tag zu Tag, immer furchtsam, niemals wirklich Ihren Wandel mit dem Herrn zu genießend? Lassen Sie mich Sie fragen: Sind Sie nicht müde von dem allen? Sagen Sie niemals zu sich selbst: „Ich weiß, dass Jesus mich rettete und das ich verändert wurde. Also, warum genieße ich sein Festmahl nicht? Wo ist meine Salbung mit Freudenöl?“? Sie müssen einen Glaubensschritt tun. Schwanken Sie nicht bei Gottes Verheißungen für Sie. Ergreifen Sie sie – und seien Sie völlig überzeugt, dass, was er verheißen hat, er auch vollbringen kann. Der Heilige Geist reagiert nur auf Glauben. Er reagiert nicht auf Ihren Strom von Tränen oder auf Ihre Versprechungen, es besser zu machen. Jene mögen ein Teil Ihrer Buße sein. Aber nur Glauben bringt die Reaktion des Herrn. Glaube bewegt ihn zum Handeln, bringt seine ganze Herrlichkeit in Ihr Leben. Also, akzeptieren Sie die Liebe und Vergebung Ihres Vaters. Sie haben ein Recht auf das Festmahl – und kein Dämon in der Hölle kann Sie dessen berauben. Glauben Sie Gottes Wort an Sie – und lassen Sie ihn Sie an seinen himmlischen Tisch setzen. --Bibelstellen – soweit nicht anders angegeben – nach der Elberfelder Bibel 2006. Die angegebenen Versnummern können bei einigen Bibelausgaben abweichen. Copyright / Verfielfältigungsbegrenzungen: Diese Datendatei / Veröffentlichung ist das alleinige Eigentum von World Challenge, Inc. Sie darf in ihrer Gesamtheit für den persönlichen Gebrauch des Nutzers ausgedruckt und an Familienangehörige und Freunde weitergereicht werden. Sie darf in keinster Weise verändert oder bearbeitet werden und alle Reproduktionen dieser Datendatei / Veröffentlichung müssen diese Copyright-Anmerkung enthalten. Dieses Material darf nicht auf irgendeiner anderen Webseite oder FTP-Seite außer worldchallenge.org, davidwilkerson.org oder tscpulpitseries.org angezeigt oder öffentlich / elektronisch übertragen werden. © 2000 World Challenge, Inc., PO Box 260, Lindale, Texas 75771